Öffentlichkeitsarbeit

Seit drei Jahren besucht uns regelmäßig der Kindergarten Geesstraße mit den Kindern, die im selben Kalenderjahr eingeschult werden. (Maxis) Bei diesen Treffen geht es darum, den Kindern das Wildtier, die Schildkröte, näher zu bringen und darauf hinzuweisen wie viele Ansprüche eine Schildkröte hat.

Die Kinder lernen an diesem Tag, dass Schildkröten keine Kuscheltiere sind und als Haustier wohl eher ungeeignet wären.

Erster Besuch Klasse 1b Schule Marktstraße Mai 2005

Auf diese Idee ist im Übrigen mein Sohn (Kind mit Schildkröte) gekommen, und brachte einfach seine ganze Klasse inklusive Lehrer mit. Danach haben wir überlegt, ob so ein Sachunterrichttag wohl etwas für den Kindergarten ist.

Ziel dieses Vormittags war es, von Anfang an den Kindern aufzuzeigen, wie umfangreich eine Tierpflege ist und welche Ansprüche sowohl Wasser- als auch Landschildkröten haben.

Die Unvernünftigen sind oft die Eltern, die bei einem Besuch in einem. Zoohandel allzu oft aus dem Bauch heraus Entscheidungen treffen und beispielsweise eine Wasserschildkröte für das vorhandene Aquarium, wo schon einige Warmwasserfische im Wohnzimmer herumschwimmen, zu kaufen.

Wenn dann jedoch die Schildkröten die Frechheit besitzen zu wachsen und sich womöglich auch noch ab und einen Fisch einverleiben, der unbedarft im Aquarium herumschwimmt, werden diese Tiere in den benachbarten Teich oder Baggersee entsorgt. Je nach Gewässer können die Schildkröten jedoch eine echte Bedrohung für die vorhandene Fauna darstellen.

Auch sind die Schildkröten gefährdet, da die Temperaturen für die Tiere, die aus den Breitengraden von Kalifornien kommen, zu lebensbedrohlichen Situationen führen können. Die Tiere werden oft chronisch krank, haben Lungenendzündungen, der Panzer wird an einigen Stellen faulig bis ins Fleisch und die Tiere siechen langsam dahin. Leider haben wir bei einigen Wasserschildkröten kein Einfuhrverbot, denn gezüchtete Tiere liegen preislich höher und schaffen somit eine Hürde sie mal eben zu kaufen. Gemeldete Tiere können auch nicht „mal eben“ entsorgt werden, was eine weitere Hürde schafft.

Wir sprechen also die Kinder an um ihre Eltern vor einer Dummheit zu bewahren.

 

Wohl die wenigsten Kinder könnten sich darauf beschränken eine Schildkröte gut zu versorgen und ansonsten "nur" zu beobachten. Dafür eignet sich ein Kaninchen oder ein Meerschweinchen um einiges besser.

Mal sehen was wir so behalten haben

Bei schönem Wetter macht Sachunterricht besonders viel Spaß. Dabei sprechen wir über den Lebensraum und die Bedürfnisse einer Schildkröte. Am Ende gibt es ein kleines Rätsel um zu schauen, was die Kinder behalten haben.

Die Kinder müssen ein paar Rätsel lösen
Peter erklärt gerne
Maxigruppe Kindergarten Geestraße Mai 2006

Ein Kind darf am Ende unsere Emma halten.

Vorher haben wir die Erzieherin gefragt, welches Kind wohl dazu in der Lage und nicht allzu schreckhaft ist, falls die Schildkröte kratzt. Am Ende konnte diese Gruppe sogar noch erleben, wie ein Weibchen ihre Eier legt.

Was für ein Tag.